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Haus Blum
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Klare Bauformen mit großer Solar-Pufferzone.
Dieses Einfamilienhaus, inmitten landwirtschaftlich genutzter Wiesen im
Rheindelta, stellt ein nach ökologischen Gesichtspunkten
weiterentwickeltes Rheintalhaus dar. Ein wesentliches Merkmal des Hauses
ist der großzügige Übergangsbereich zwischen Garten- und Wohnbereich:
Ein großer Wintergarten nimmt etwa ein Viertel des Gesamtvolumens des
Gebäudes ein. Die durchgehende Südverglasung nützt konsequent die
Sonnenenergie.*
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Jede Wohnzone hat ihre eigene Qualität.
Der Garten: ein Naturparadies mit ausschließlich heimischen Pflanzen.
Weiden, Hartriegel, gemeiner und wolliger Schneeball, Traubenkirsche,
Wildrose und Heckenkirsche laden zum Verweilen und Entspannen ein.
Der Wintergarten: Tageslicht richtig eingesetzt spendet wohlige
Sonnenwärme auch an sonnenarmen Tagen.
Die Innenraumzone: angenehmes Wohnklima durch Holzriegelkonstruktion
und Ziegelmauerwerk im Erdgeschoß.*
* auszugsweise aus "Der
Österreichische Öko-Preis für Architektur 1991"
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Reiseführer durch drei begrünte Wohnebenen.
Die illustre Rundreise kann nur auszugsweise anhand des
Lageplans wiedergegeben werden. Die erste Route geht vom nordseitig
gelegenen Küche-Bad-Schlafbereich vorbei an Zimmerahorn, Zyperngras,
Jasmin, Kamilie zum kombinierten Gemüse-Blumenbeet im Wintergarten,
weiter nach Süden, die Glastrennhaut mit großer Glastüre hinter sich
lassend - in den Garten. Hier warten ein offener Rasenplatz zum
Ballspielen, eine schilfbedeckte Gartenlaube, ein Hügelbeet und viele
bodenständige Pflanzen: gemeiner und wolliger Schneeball, Hartriegel,
Holunder, wilder Kirsch, Esche, Erle. Eine Großhecke bietet
ausreichend Wohnraum als Vogelherberge.**
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Im Parterre herrscht Vielfalt.
Der Boden des großen Wintergartens besteht aus Cotto,
ist mit Luftkanälen unterhöhlt, um die von der Wintergartenspitze
herunterventilierte heiße Luft - Zwischenstation ist ein Steinspeicher
mit eingegliedertem Boiler zur Warmwasseraufbereitung - and den Cottoboden
abzugeben. So können die Kinder auch an frostigen tagen am Boden
spielen.
Hier im Parterre darf auch manchmal das Chaos herrschen.
Herumtollende Kinder, dazwischen zitronen-, Orangen-, Mandarinenbäume.
Im Winter wird auch die Wäsche hier getrocknet. Ein Billiardtisch
verschafft dem Herrn des Hauses entspannende Stunden im Kreise seiner
Freunde.**
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Zu ebener Erde und im ersten Stock.
Der nächste Teil der grünen Reise führt über eine
Brücke neben dem Kachelofen in die luftigen Wintergarten-Höhen im ersten
Stock. Ein mit Holzstaketten eingefaßter offener Raum mit
Rattanmöbeln, umgeben von Zyperngras, farbigem Abutilon, Begonien, Efeu,
Kamelie, Pfennigbaum, kletterdem Jasmin, Wihnachtskakteen. Ein Lese-Liegestuhl
inmitten der üppigen Flora erleichtert die Illusion von Zeitlosigkeit.**
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Hoch oben, der Freiluftdachgarten.
Die Reise geht weiter, die Treppe hinauf. Eine
holzgerahmte Glastüre in der Wintergarten-Glashaut öffnet sich - der
großflächige Freiluftgarten mit Holzfußboden im 2. Stock bietet eine
herrliche Aussicht auf die Vorarlberger Landschaft.
Die Dachterrasse ist für die Hausbewohner im
Spätherbst, an schonen Wintertagen und im Vorfrühling so etwas wie ein
Vorzugs-Freiluftspielplatz; dann, wenn der Wind kalt bläst, aber die
Sonnenstrahlen und deren Reflexion an der Galaswand wohlig wärmend wirken.
Wieder in das Wintergarten-Innere in zwei Giebelräume.
Hier wird die aufgestiegene Warmluft in den bereits erwähnten
Steinspeicher abgesaugt. Ein kreislauf der Energie, für das
Wohlbefinden von Menschen, Tier und Pflanzen.**
** auszugsweise aus "Der
Österreichische Öko-Preis für Architektur 1993"
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